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Wednesday, 20 March 2013

Tagungen und Links/ Conferences and Links

Und um die Serie an Eintragungen zu Tagungen fortzusetzen:

Der International Medieval Congress vom 1. bis 4. Juli 2013 in Leeds beschäftigt sich heuer mit "Pleasure" (Vergnügen). Das Programm ist sehr umfangreich, daher konnte ich mich bisher nicht ganz durcharbeiten. Aber es dürften zumindest zu Festen und Feirlichkeiten Vorträge angeboten werden.

Und auf der diesjährigen Exarc Tagung vom 12. bis 14. April 2013 in Lejre wird es einen Vortrag zu Experiementen zur Veränderung pflanzlicher Zutaten durch die menschliche Verdauung geben.

Für all jene, die ihre historische Küchenausrüstung ergänzen wollen, könnte die Internationale Reenactmentmesse vom 20. bis 21. April 2013 auf dem Gelände der Villa Borg von Interessen sein.

Und zum Abschluss noch eine Sammlung mit Links zum Thema historische Ernährung:

Eine dänisch-deutsche Studie weißt auf Fehler bei der Radiokarbondatierung von Keramik durch Kochen von Fisch hin; dazu auch der Artikel von Philippsen et al.: "Kochversuche mit spitzbodigen Gefäßen der Ertebøllekultur und der Hartwassereffekt". Experimentelle Archäologie in Europa, Bilanz 2012. S. 33-48


Daniel Serra und Hanna Tunberg arbeiten an einem Winkingerkochbuch nach archäologischen Quellen und Experimenten.

Zu guter Letzt noch ein blog-Eintrag zu archäobotanischen Nahrungsfunden auf den britischen Inseln: Food finds in Britain.


And to continue the series of conference anouncements: 

The theme of the International Medieval Congress, July 1st to 4th 2013 in Leeds, is "Pleasure". The program is quite extensive, which is why I did not manage to read it yet. But there seems to be at least one lecture on feast and feasting.

This years Exarc Conference, taking place in Lejre from April 12th to 14th 2013, has a presentation on experiments on the influence of human digestion on botanical material.

And for those who want to add items to their collection of historical cooking equipment a visit to the International Reenactment Fair at Villa Borg, April 20th to 21st 2013, seems promissing.

Finally some links on historic food:


A Danish-German cooperative project revealed possible error sources in dating ceramics using radiocarbon analysis; see also the article Philippsen et al.: "Kochversuche mit spitzbodigen Gefäßen der Ertebøllekultur und der Hartwassereffekt" (Cooking Experiments using Vessels with pointed Bases of the Ertebølle Culture and the Hard Water Effect). Experimentelle Archäologie in Europa, Bilanz 2012. S. 33-48


Daniel Serra and Hanna Tunberg are preparing a Viking cookbook involving archaeological and experimental evidence.
And last but not least a blog post on archaeobotanical food finds on the British Isles: Food finds in Britain.



 

Thursday, 7 March 2013

Tagung/Conference AAC

Und noch eine Tagung: 82nd Anglo-American Conference, London,  11. bis 13. Juli 2013
zum Thema "Food in History" (Essen in der Geschichte)

And another conference: 82nd Anglo-American Conference, London, July 11th until 13th 2013 on the subject "Food in History"



Tuesday, 5 March 2013

Tagung/Conference Oberfell

In Oberfell findet vom 15.-17. November 2013 eine Tagung zum Thema "Das „stille Örtchen“. Fäkalien und ihre Entsorgung im Mittelalter" statt.


A conference in Oberfell/Germany, held from 15th until 17th november 2013, concentrates on the subject "The "smallest room" (lit. trans.: silent room/place). Faecal matters and their disposal in the middle ages."

Tagung / Conference Oxford Symposium

Vom 5. bis 7. Juli findet wieder das "Oxford Symposium on Food and Cookery" statt. Diesmal unter dem Motto "Materielle Kultur", d.h. Gegenstände die direkt zur Zubereitung oder zum Anrichten und Servieren von Nahrungsmitteln verwendet werden.

From July 5th until 7th the "Oxford Symposium on Food and Cookery" is held on the subject "material culture".


Monday, 4 March 2013

Update: Tagung/Conference

Der Call-for-Posters für die Tagung in Graz wurde auf den 6. Mai verschoben.
Und die Tagungs-Hompage ist jetzt online.


The Deadline of the  Call-for-Posters for the conference in Graz has been extended until May, 6th.
And the Conference Homepage is now online (sorry, only in German). I don't know if I will be able to put a translation on here. At the moment I have to many other things to do.

A very short summary:

The conference is basically about dietetics in recipe collections and cooking manuscripts. In medieval and early post-medieval point of view "the doctor is the better cook" because ingredients and food preperation are the best prophylaxis against all kinds of illness.

Speakers are among others Melitta Weiss Adamson, Thomas Gloning, Johanna Maria van Winter, Kay Peter Jankrift ...

The Call-for-posters is still open and welcome are all kinds of poster presentations concerning medieval and post-medieval dietetics, cooking, nutrition, preparation techniques, food, drink, ... Everyone who wants to hang a poster is asked to give a 6 min. presentation. The best contributions will be awarded.




Monday, 21 January 2013

Tagung / Conference

 „Der Koch ist der bessere Arzt“:
Zum Verhältnis von Diätetik und Kulinarik
im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit
Fachtagung im Rahmen des Tages der Geisteswissenschaften 2013
an der Karl-Franzens-Universität Graz
20.6.-22.6.2013

Die Beschäftigung mit Texten zur historischen Kulinarik – vorzugsweise mit mittelhochdeutschen und frühneuhochdeutschen Quellen zwischen 1300 und 1620 – hat im Fachbereich „Germanistische Mediävistik“ des Grazer Instituts für Germanistik bereits eine gewisse Tradition.[1] Bei allen Aktivitäten rund um diese Thematik wurde wiederholt deutlich, dass die Verflechtungen der historischen Kulinarik mit den Fragen der Gesunderhaltung des Körpers so eng sind, dass nur eine interdisziplinäre Betrachtungsweise zielführend sein kann.
            Kochrezepttexte sind folglich nicht nur als simple Anleitungen zur Herstellung von Speisen zu lesen, sondern transportieren wichtige Informationen zur Krankheits­prävention, die im Mittel­alter im Zentrum einer ganzheitlichen Gesundheitslehre stand und der ein besonders hoher Stellen­wert im gehobenen Alltagswissen zukommt. Es verwundert daher nicht, wenn mittelalterliche 'Kochbücher' in der Regel nicht dem Umfeld der Küche, sondern dem Umfeld der praxisorientierten Medizin und dem so genannten 'Haushaltswissen' des 'treusorgenden Hausvaters' zuzuschreiben sind.
            Darüber hinaus können diese Texte auch als 'Leittexte' für die Wege der Wissensvermittlung und der Wissenstransformation von der Antike bis in die Frühe Neuzeit gelten. Sie nehmen medizinische Theoreme der Antike auf, werden angereichert durch Impulse aus der orientalischen Medizin des Mittelalters und greifen in ihrer Anleitung zur praktischen Umsetzung auf die Ressourcen Mittel­europas zurück. – Kurz gesagt, es handelt sich um kulturhistorisch multipel aufschlussreiche Texte.
            Diese Tagung soll unter spezieller Berücksichtigung dieser Vernetzungen ein Forum für alle jenen Forscher/innen sein, die sich in den letzten Jahren und/oder ganz aktuell mit der Thematik ‘Historische Kulinarik in ihrer Verbindung zu mittelalterlicher Diätetik‘ beschäftigt haben.


Für diese Tagung sollen Beiträge zu nachstehenden Themenbereichen angeboten werden. Vorschläge, die diese Liste ergänzen, werden natürlich gerne entgegengenommen!

-       Verknüpfung von mittelalterlicher Diätetik und Kulinarik
-       Verknüpfung von mittelalterlicher Medizintheorie (und -praxis) und Ernährung
-       Gesundheitsregeln und diätetische Texte des Mittelalter
-       Diätetische Hinweise in den Kochrezepttexten des Mittelalters
-       Nur ein ‚Nahrungsmittel‘ oder doch Medizin?
-       Prägende Einflüsse auf die mittelalterliche Ernährung/Diätetik

Vortragskategorien:
Keynote (45 Min. Vortrag + 15 Min. Diskussion): Melitta Adamson, Thomas Gloning, Kay Peter Jankrift, Johannes Mayer
Beitrag: (20 Min. Vortrag + 10 Min. Diskussion): Marialuisa Caparrini, Andrea Hofmeister-Winter, Bernhard Huber, Helmut W. Klug, Lothar Kolmer, Karin Kranich-Hofbauer, Karl Steinmetz, Johanna Maria van Winter
Poster (6 Min. Vortrag + Diskussion beim Poster): Ulrike Doppan, …

Kosten und Finanzierung:
Aufgrund der allgemein eher prekären Finanzlage der Universitäten können wir Ihnen keine volle Finanzierung Ihrer Tagungsreise zusichern. Daher empfehlen wir Ihnen, rechtzeitig an Ihrer eigenen Universität um einen Reisekostenzuschuss anzusuchen. Wir werden uns aber um eine pauschale Aufwandsentschädigung für alle aktiven Beiträger/innen bemühen, außerdem wird auf die Einhebung einer Tagungsgebühr verzichtet.


Publikation der Beiträge:
Wir beabsichtigen alle Beiträge (Vorträge und Poster) zeitnah in Druck zu bringen.
Provisorischer Tagungsplan:

1.     Halbtag, 20.06.13:     14:00: Registrierung, Poster hängen
                                   16:00: Begrüßung
                                               16:30: Eröffnungsvortrag
                                               18:00: Abendprogramm: Get together am Fest der Gewi

2.     Halbtag, 21.06.13:     9:00-12:30: Tagungsprogramm

3.     Halbtag: 21.06.13:     14:30-18:30: Tagungsprogramm
                                   18:30: Abendprogramm 
                                                          

4.     Halbtag, 22.06.13:     9:00-12:30: Tagungsprogramm
                                   12:30-13:00: Posterprämierung und Abschluss





[1]    Neben der Aufarbeitung des Themas in Lehrveranstaltungen und Diplomarbeiten beschäftigt sich auch der universitätsnahe Verein „KuliMa – Kulinarisches Mittelalter Graz“ (http://kulinarisches-mittelalter.org), dem alle drei Veranstalter/innen angehören, mit diesem Thema; gleichzeitig haben die Veranstalter/innen die Arbeit auch auf wissenschaftlicher Ebene forciert: Vgl. Helmut Klug, 'gewürcz wol vnd versalcz nicht' (2011); Karin Kranich-Hofbauer, "Wie mann ein hecht inn limonij macht" (2011); Andrea Hofmeister treibt die editorische und inhaltliche Erschließung einschlägiger Textquellen voran.








Call for Posters:


„Der Koch ist der bessere Arzt“:
Zum Verhältnis von Diätetik und Kulinarik
im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit
CALL  FOR  POSTERS
Fachtagung im Rahmen des Tages der Geisteswissenschaften 2013
an der Karl-Franzens-Universität Graz
20.6.-22.6.2013



Die Erforschung mittelalterlicher Kochrezepttexte kann auf eine lange Tradition zurückblicken und erlebte vor allem um die letzte Jahrhundertwende einen produktiven Aufschwung. Gerade die intensive Beschäftigung mit diesen Texten hat gezeigt, dass dieses Untersuchungsgebiet ein hohes Potential für interdisziplinäre Forschung birgt. Der Einfluss der mittelalterlichen Medizin und Diätetik auf die Ernährung ist nur ein Aspekt, welcher im Rahmen dieser Fachtagung in den Mittelpunkt gestellt wird.
            Maßgebliche Fortschritte auf diesem Gebiet verdanken wir unter anderem der Editionswissenschaft, durch die in der jüngeren Vergangenheit eine große Zahl an Koch­rezept­text­samm­lungen erschlossen worden ist. Germanistische Untersuchungen setzen sich im Detail mit der Textsorte ‚Kochrezept‘ und z.B. deren Überlieferungszusammenhang auseinander und spüren entsprechende Referenzen in literarischen Texten auf und entschlüsseln diese. Durch historisch orientierte Arbeiten erfahren wir mehr über die Alltagskultur des mittelalterlichen Menschen sowie über den politischen, religiösen und wirtschaftlichen Hintergrund, der die Ernährung der mittelalterlichen Bevölkerung beeinflusst hat. In Arbeiten aus den Bereichen Medizin- und Pharmaziegeschichte stehen Nahrungsmittel und diätetische Hinweise im Mittelpunkt der Unter­suchungen. Archäologen bergen nicht nur Sachgüter wie mittelalterlichen Hausrat, sondern be­stimmen auch tierische und pflanzliche Überreste, sodass wir die schriftlichen Quellen mithilfe dieser Funde verifizieren können. Volkskundler/innen analysieren historische Speisegwohnheiten.
            Dennoch ist in den letzten Jahren – vor allem im deutschsprachigen Bereich – eine gewisse Stagnation in der wissenschaftlichen Aufarbeitung dieser Materie zu verzeichnen. Nicht zuletzt diese Beobachtung veranlasst uns, im Rahmen der Fachtagung in Graz eine Posterpräsentation zu organisieren, um Nachwuchsforscher/innen zu ermöglichen, ihre aktuellen Arbeiten zum Thema ‚Ernährung und kulinarische Kultur des Mittelalters‘ einem weiteren Fachkreis zu vorzustellen.

Die Poster im Format DIN A1 sind während der gesamten Tagung am Veranstaltungsort zentral ausgestellt und werden im Laufe des 3. Halbtages mit einer kurzen mündlichen Präsentation (6 Minuten Vortrag + begleitender visueller Präsentation, z.B. PowerPoint etc.) vorgestellt und können anschließend beim Poster im Detail diskutiert werden. Die besten Beiträge werden über eine Publikumsbewertung ermittelt und erhalten eine Auszeichnung.

Melden Sie sich bitte unter Verwendung des beiliegende Anmeldeformulars an! Wir ersuchen Sie, das ausgefüllte Anmeldeformular bis 14. Jänner 2013 an uns zu retournieren. Alle Anfragen und Email-Sendungen bezüglich der Tagung richten Sie bitte an folgende Adresse: helmut.klug@uni-graz.at.

Kosten und Finanzierung:
Aufgrund der allgemein eher prekären Finanzlage der Universitäten können wir Ihnen keine volle Finanzierung Ihrer Tagungsreise zusichern. Daher empfehlen wir Ihnen, rechtzeitig an Ihrer eigenen Universität um einen Reisekostenzuschuss anzusuchen. Wir werden uns aber um eine pauschale Aufwandsentschädigung für alle aktiven Beiträger/innen bemühen, außerdem wird auf die Ein­hebung einer Tagungsgebühr verzichtet.


Publikation der Beiträge:
Wir beabsichtigen alle Beiträge (Vorträge und Poster) zeitnah in Druck zu bringen.

Provisorischer Tagungsplan:

1.     Halbtag, 20.06.13:     14:00: Registrierung, Poster hängen
                                   16:00: Begrüßung
                                               16:30: Eröffnungsvortrag
                                               18:00: Abendprogramm: Get together am Fest der Gewi

2.     Halbtag, 21.06.13:     9:00-12:30: Tagungsprogramm

3.     Halbtag: 21.06.13:     14:30-18:30: Tagungsprogramm
                                   18:30: Abendprogramm
                                                          
4.     Halbtag, 22.06.13:     9:00-12:30: Tagungsprogramm
                                   12:30-13:00: Posterprämierung und Abschluss








„Der Koch ist der bessere Arzt“: Zum Verhältnis von Diätetik und Kulinarik
im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit ("The cook is the better doctor": On the Relation of Dietetics and Culinary Art, conference within the context of the day of the humanities 2013 at Karl-Franzens-Universität Graz, 06/20-06/22/2013

(A conference description and call for posters in English will be provided later)




Thursday, 15 November 2012

Die Quellen 2 / The Sources 2

The Forme of Cury

Als zweite Quelle für meine Experimente habe ich mir eine Handschrift aus der mit „The Forme of Cury” betitelten Gruppe britischer Rezeptsammlungen ausgesucht. Der Titel bedeutet übersetzt „Die Art und Weise zu Kochen“ und geht auf eine handschriftliche Pergamentrolle - British Library, Add. MS 5016 - zurück. In über 15-jähriger Recherchearbeit haben Butler und Hieatt etwa 9 Handschriften ausfindig machen können, die mehr oder weniger enge Parallelen aufweisen. Sie unterteilen die Texte in zwei Überlieferungsstränge.  
     Die alpha-Gruppe enthält Rezeptsammlungen, die zwar deutliche Ähnlichkeiten zur namengebenden Handschrift haben, aber weniger umfangreich sind oder zusätzliche Rezepte anderen Ursprungs enthalten. Den Kern der „The Forme of Cury“-Überlieferung stellt jedoch die sogenannte beta-Gruppe dar. Sie besteht aus drei Handschriften - British Library Additional MS 5016 (MS A), Morgan Library Bühler 36 (MS B), Ryland University Library English MS 7 (MS M) -  die im sehr späten 14. und nach dem zweiten Jahrzehnten des 15. Jahrhundert entstanden sind.
     Das Exemplar der Ryland University Library wurde von Hieatt erst nach Veröffentlichung ihrer Quellenedition ausfindig gemacht, stellt aber wohl den ältesten und vollständigsten Vertreter der Überlieferungskette dar. Es besteht aus 195 Rezepten von denen zwei, die auch im Inhaltsverzeichnis fehlen,  nach 1790 auf nachträglich eingebundenen Papierblättern eingefügt wurden und drei, die aus der Parallelüberlieferung rekonstruiert werden können,  durch Seitenverlust verloren gingen. Spezifische Verschreibungen der beiden anderen Handschriften deuten darauf hin, dass English MS 7 an verschiedenen und oft unterschiedlichen Stellen wohl als eine der direkten Vorlagen für beide gedient hat. Der Ursprung aller heute erhaltenen Exemplare dürfte wohl ein verlorengegangener unbekannter Vertreter aus der Zeit um oder knapp vor 1390 sein.
     Die von mir behandelte digital verfügbareVersion der Ryland University Library enthält ein Inhaltsverzeichnis mit den enthaltenen Rezepten und eine Vorrede. In der Vorrede wird die Entstehung der Rezepthandschrift den Meisterköchen König Richards II. von England (regierte von 1377-1399) zugewiesen. Ob dies tatsächlich zutrifft oder nur ein Argument mit verkausfördernder Wirkung sein sollte, lässt sich heute nicht mehr beurteilen. Doch legen die Anmerkung curyous metes for hyзest astates, Komposition der Rezepte und reichlich vorhandene exotische Zutaten und Gewürze einen stark gehobenen Rezipientenkreis nahe. Für keines der Manuskripte lassen sich die ursprünglichen Besitzer fassen. Die Überlieferung setzt hier erst in nachmittelalterlicher Zeit, teils sogar erst im 18. Jahrhundert ein.


As second source for my experiments I chose using a manuscript of the so called “The Forme of Cury” group of british recipe collections. The title, best translated as “The (proper) method of cookery”, comes from a roll of parchment, British Library ADD. MS 5016. In more than 15 years Hieatt and Butler could find 9 manuscripts which share more or less evident parallels. They divided them into two groups.
     The alpha-group consists of recipe collections which have evident resemblance with the name giving manuscript but are less extensive or contain additional recipes from other sources. The core of the “The Forme of Cury”-tradition can be found in the beta-group formed by three collections - British Library Additional MS 5016 (MS A), Morgan Library Bühler 36 (MS B), Ryland University Library English MS 7 (MS M). They were written in the very late 14th century and after the second decade of the 15th century.
     The version of the Ryland University Library was discovered by Hieatt only shortly after the edition of the collection of sources. The manusrcipt consists of 195 recipes of which two were added on paper after 1790, but are missing in the table of contents, too, and three dishes missing due to lost pages which can be reconstructed by using the other collections. It seems to be the oldest and best preserved - therefore most complete - specimen. Errors in the other two recipe books show, that it was partly and at different points of the texts one of the original sources for both copies. The origin of the unknown common ancestor can be traced back to the time shortly before or around 1390.
          The digitalized version I used is that of the Ryland University Library. It contains a table of contents naming all recipes  and a prologue. The latter attributes the creation of the collection to the master kitchen chefs of King Richard II. (reigned ca. 1377-1399). If this is the truth or just a matter of advertising can not be verified today. But the reference to curyous metes for hyзest astates, the composition of the recipes and the frequent use of exotic ingredients and spices seem to indicate high class recipients. Neither manuscript can be traced into medieval times and mostly the first identifiable owners are from the 18th century.



Lit.:

Butler, Sharon/ Hieatt, Constance B.: Curye on Inglysch. English Culinary Manuscripts of the Fourteenth Century (Including the Forme of Cury). Early English Text Society, SS. 8. London/ New York/ Toronto 1985.

Hieatt Constance b.: Further Notes on the Forme of cury et al.: Additions and Corrections. Bulletin of the John Rylands University Library of Manchester, Bd. 70/1 (1988). S. 45-52